Die kanadische Großbank RBC hat Rheinmetall frisch in ihre Bewertung aufgenommen, und das Urteil fällt eindeutig aus. Analyst Colin Moody vergibt das Rating „Outperform” und setzt das Kursziel direkt auf 1.600 €. Ein starkes Signal für den Rüstungskonzern, der ohnehin seit Monaten im Fokus europäischer Investoren steht.

35 Prozent Ergebniswachstum bis 2030

Moody rechnet laut seiner am 11.08.2026 veröffentlichten Studie damit, dass Rheinmetall seinen Ebita bis 2030 im Schnitt um 35 Prozent pro Jahr steigern wird. Diese Zahl ist ambitioniert, aber meiner Meinung nach nicht aus der Luft gegriffen. Die Begründung liegt auf der Hand: Rheinmetall ist in den wichtigsten europäischen Aufrüstungsthemen bestens positioniert und verfügt zudem über eine starke geografische Aufstellung, die dem Konzern Aufträge aus mehreren Ländern sichert. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger Strategie.

Free Cashflow öffnet die Tür für Übernahmen

Darüber hinaus betont Moody einen Punkt, der oft unterschätzt wird. Der wachsende Free Cashflow eröffnet Rheinmetall zusätzliche Möglichkeiten für Übernahmen. Wer eigenes Geld für Zukäufe hat, braucht keine teuren Kapitalerhöhungen und bleibt handlungsfähig, wenn sich Chancen ergeben. Vor diesem Hintergrund ist das Kursziel von 1.600 € durchaus nachvollziehbar.

Was bedeutet das für die Rheinmetall-Aktie

Eine Erstabdeckung mit „Outperform” und einem Kursziel von 1.600 € durch eine Bank vom Format der RBC ist für die Rheinmetall-Aktie ein klares Kaufsignal, das der Markt in der Regel nicht ignoriert. Solche Analysen ziehen institutionelle Investoren an und können kurzfristig für Kursimpulse sorgen. Ich glaube, dass die Aktie von diesem Rückenwind profitieren könnte, solange die geopolitische Lage in Europa die Aufrüstungsbudgets auf hohem Niveau hält. Sollten die ambitionierten Wachstumserwartungen von 35 Prozent Ebita-Zuwachs jährlich tatsächlich eintreten, wäre ein Kurs in Richtung des RBC-Kursziels keine Überraschung.

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Quelle: dpa-AFX