Heiß läuft es momentan nicht nur beim Wetter. Die Börsen spielen gerade auch verrückt. Nach dem gigantischen SpaceX-Börsengang lassen die Aktienmärkte ordentlich Luft ab. Und die Rohstoffe? Genau das Gleiche. Öl rutscht nach unten. Gold gibt deutlich nach. Bei Silber wird es richtig eng an einer wichtigen Unterstützung. Die Amerikaner haben dafür natürlich einen Begriff parat, die haben ja bekanntlich für alles einen Ausdruck: June Swoon.

June Swoon – mehr als nur ein Börsenspruch

Diese Korrekturwelle im Juni, oft in der zweiten Monatshälfte bis Anfang Juli, kennen alte Börsenhasen. Danach kommt häufig die klassische Sommerrallye. Ob das 2026 wieder so läuft? Mal schauen. Was mich allerdings wirklich überrascht ist die Korrektur bei Gold. Viele Anleger waren da nicht drauf vorbereitet. Der Grund ist aber eigentlich ganz simpel. Er trägt den Namen US-Dollar.

Der Dixie macht den Unterschied

Der Währungsindex ist diese Woche aus einer 14-monatigen Konsolidierung nach oben ausgebrochen. Der Dixie bildet den US-Dollar-Kurs gegenüber einem internationalen Währungskorb ab, in dem der Euro die Hälfte ausmacht. Kurzfristig dürfte der Dixie jetzt weiter steigen. Das belastet Gold und damit auch Silber. Denn Silber löst sich von Gold nicht wirklich los. Es schwankt nur stärker in dieselbe Richtung wie der große Bruder.

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Nur sollte man sich von diesem kurzfristigen Dollar-Anstieg nicht täuschen lassen. Alle mittel- bis langfristigen Fakten sprechen klar für Gold.

Notenbanken setzen auf Gold statt Dollar

Der US-Dollar steht mittelfristig vor einer deutlichen Abwertung. Es hat schon seinen Grund, warum Notenbanken weltweit US-Dollar und US-Staatsanleihen in Rekordmengen verkaufen. Stattdessen kaufen sie Gold. Tatsächlich ist Gold inzwischen die internationale Währungsreserve Nummer 1! Nicht mehr der US-Dollar.

Das Vertrauen in den Greenback ist bei den Zentralbanken verloren gegangen. Völlig zu Recht. Wenn man sich den ultra-langfristigen Dixie-Chart anschaut, der 40 Jahre zurückreicht, wird schnell klar: Die nächste große Abwertungswelle des US-Dollars dürfte nicht mehr weit entfernt sein.

Der Chart, über den noch niemand spricht

Der Dixie befindet sich in der Top-Phase seiner 18 Jahre andauernden Aufwertungsphase. Natürlich mit großen Schwankungen dazwischen. Aber er ist nun fast am oberen Ende des ultra-langfristigen Abwärtstrendkanals angekommen. Das dürfte das Ende der Dollar-Rallye bedeuten und die nächste Goldrallye einläuten.

Jetzt in den Jahren 2028, 2030 oder 2032 wird niemand mehr sagen können, er hätte es nicht frühzeitig gewusst. Dieser ultra-langfristige Dixie-Chart zeigt die Entwicklung. Vor der breiten Masse der Anleger.

Was bedeutet das für Ihre Anlage-Strategie

Die Frage lautet nun wirklich: Was macht man mit diesem Informationsvorsprung? Wenn Gold durchstartet, werden Goldminen-Aktien noch deutlich stärker anziehen. Das kenne ich aus früheren Zyklen. Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um sich mit Gold, Silber und den Rohstoff-Aktien auseinanderzusetzen.

Mein Fazit

Die aktuelle Korrektur bei Gold und Silber ist kurzfristiger Natur. Der ultra-langfristige Dixie-Chart zeigt klar, dass der US-Dollar am oberen Ende seines langjährigen Abwärtstrends steht. Die Notenbanken haben bereits ihre Konsequenzen gezogen und setzen massiv auf Gold. Diese Entwicklung steht erst am Anfang. Wer jetzt bei Edelmetallen und Rohstoff-Aktien zugreift, positioniert sich vor der breiten Masse. Der Informationsvorsprung ist da. Die Frage ist nur, ob man ihn nutzt.

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Miriam Kraus
Die selbstständige Finanzanalystin Miriam Kraus hat sich in den vergangenen 15 Jahren in der Branche einen Namen gemacht. Auftraggeber wie Banken und Investmentgesellschaften sind immer wieder beeindruckt von ihren akribisch recherchierten Berichten. Dabei hat sie sich weitreichende Börsenkenntnisse angeeignet, insbesondere in ihren Spezialgebieten Osteuropa-Aktien, Emerging Markets, Devisen- und Rohstoffmärkte.