Ein Markt mit Schlagseite
Wer sich derzeit an den Finanzmärkten umhört, gewinnt schnell den Eindruck, die Welt bestehe nur noch aus KI, Halbleitern, Big Tech und Kryptowährungen. Die Euphorie rund um die „neue digitale Ökonomie“ hat inzwischen Züge einer späten Zyklusphase angenommen – während die reale Wirtschaft, einschließlich der Rohstoffindustrie, von Investoren weitgehend ignoriert wird.
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Diese Schieflage ist mehr als ein Börsenphänomen. Sie droht zu einem strukturellen Problem für die westlichen Volkswirtschaften zu werden. Während inzwischen mehrere Billionen US$ in Kryptowährungen und hoch bewerteten Tech-Aktien gebunden sind, leiden essenzielle Sektoren wie Bergbau, Energie, Infrastruktur, Landwirtschaft und industrielle Fertigung seit Jahren unter chronischer Unterinvestition.
Die Konsequenzen sind absehbar: Engpässe bei kritischen Rohstoffen für die Energiewende, stagnierende Nahrungsmittelproduktion, eine gefährliche Abhängigkeit von geopolitisch rivalisierenden Staaten – und eine Infrastruktur, die dem künftigen Wachstum kaum gewachsen ist.
Oder anders formuliert:
Bitcoin mag spekulativ glänzen – Kupfer hält die Welt am Laufen.
Die reale Welt ist nicht digital – und sie braucht Kupfer
Unabhängig von Börsenmoden existiert eine physische Realität. Stromnetze müssen gebaut, Windparks angeschlossen, Rechenzentren versorgt und Städte elektrifiziert werden. Besonders außerhalb der USA laufen die Investitionen in Offshore-Windenergie und Netzinfrastruktur weiterhin auf Hochtouren.
Hersteller von Unterseekabeln – extrem kupferintensiv – verfügen über jahrelang gefüllte Auftragsbücher. Um die Nachfrage überhaupt bedienen zu können, investieren sie massiv in neue Werke, Kapazitätserweiterungen und spezialisierte Verlegeschiffe. Dieses Segment war bereits 2024 eines der am besten performenden Endmärkte.
Doch all das trifft auf eine Angebotsseite, die kaum mithält.
Angebotsprobleme: Selbstverschuldet und strukturell
Die Kupferproduktion steht weltweit unter Druck. In den USA ist die Minenförderung zuletzt trotz reichhaltiger Reserven deutlich zurückgegangen – ein Paradebeispiel für regulatorische Blockaden. Außerhalb der USA verschärfen sinkende Erzgehalte, politische Instabilität, soziale Konflikte und Projektverzögerungen die Lage.
Hinzu kommt ein gravierendes Investitionsproblem:
Die 40 größten Bergbaukonzerne investieren heute weniger als 30 % ihres EBITDA in neue Projekte. In den Jahren 2012 bis 2015 waren es noch 60 bis 80 %. Neue Minen entstehen kaum – nicht zuletzt, weil ihre Entwicklung oft mehr als 15 Jahre dauert.
Die gescheiterte Übernahme von Anglo American durch BHP unterstreicht den Trend: Kaufen ist schneller als Bauen. Recycling kann zwar helfen und wird in den kommenden Jahren wichtiger, doch es ersetzt keine neuen Minen. Kupfer lässt sich zwar unendlich oft wiederverwerten – aber ohne Primärförderung reicht das Angebot nicht aus.
Elektrifizierung, Digitalisierung – und Kupfer als Engpass
Die zentrale Wahrheit lautet:
In einer elektrifizierten und digitalisierten Welt läuft nichts ohne Kupfer.
Weder Windräder noch Solaranlagen, weder Elektroautos noch Rechenzentren, weder KI noch Militärtechnik.
Kupfer ist dabei kein „Zukunftsrohstoff“, sondern ein Gegenwartsengpass.
Trotz der heftigen Verkaufswelle im August – ausgelöst durch neue Zollankündigungen von Donald Trump – hat der Kupferpreis inzwischen neue historische Höchststände erreicht. Der Markt hat damit ein klares Signal gesendet: Fundamentale Knappheit schlägt politische Schlagzeilen.
Nachfrageexplosion bis 2040
Im Rahmen eines globalen Netto-Null-Szenarios wird erwartet, dass die weltweite Kupfernachfrage von rund 26 Mio. Tonnen (2023) auf über 39 Mio. Tonnen bis 2040 steigt.
Ein zentraler Treiber ist die Elektromobilität:
- Batterieelektrische Fahrzeuge enthalten 60–80 kg Kupfer
- Verbrenner lediglich 15–20 kg
Hinzu kommen Stromnetze, Ladeinfrastruktur, Speicher, Datenzentren und militärische Anwendungen.
Der renommierte Rohstoffhändler Pierre Andurand bringt es auf den Punkt. Er hält Kupferpreise von bis zu 40.000 US$ pro Tonne in den kommenden Jahren für möglich – fast eine Vervierfachung gegenüber den aktuellen Niveaus. Seine Begründung: eine strukturelle Verdopplung des Nachfragewachstums bei gleichzeitig begrenztem Angebot.
Fazit: Kupfer ist kein Zykliker – es ist eine strategische Ressource
Kupfer ist der vielleicht unterschätzteste Schlüsselrohstoff unserer Zeit.
Es verbindet Energiewende, Digitalisierung, Verteidigung und Infrastruktur – und leidet gleichzeitig unter jahrzehntelanger Unterinvestition.
Dass der Kupferpreis trotz politischer Störfeuer neue Rekorde erreicht, ist kein Zufall, sondern ein Warnsignal. Der Markt erkennt zunehmend, was viele Investoren noch ignorieren:
Ohne Kupfer gibt es keine Zukunftstechnologien.
Wer langfristig denkt, kommt an diesem Metall kaum vorbei.
Kupfer ist kein kurzfristiger Trade – es ist ein strukturelles Langfrist-Investment.
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