Gold nähert sich der 4.900-Dollar-Marke und setzt seinen beeindruckenden Rekordlauf fort. Geopolitische Spannungen um Grönland sowie Turbulenzen auf dem japanischen Anleihemarkt treiben die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold weiter an.

Neues Rekordhoch und starke Jahresperformance

Spotgold erreichte kürzlich ein Allzeithoch von 4.887,19 Dollar pro Unze und durchbrach erstmals die 4.800-Dollar-Marke. In den letzten 12 Monaten stieg der Preis um 75 Prozent – die beste Jahresperformance seit 1979, mit über 50 Rekordhochs im Jahr 2025.

Treiber: Geopolitik und Finanzunsicherheiten

Wachsende Spannungen zwischen den USA und NATO-Partnern, ausgelöst durch Trumps Drohungen mit Zöllen nach dem Ablehnen seiner Grönland-Pläne, befeuern die Rallye. Dazu kommen Störungen auf dem japanischen Staatsanleihenmarkt, die US-Anleihen und den Dollar belasten und das „Debasement Trade“ – den Rückzug aus Währungen und Anleihen – fördern. Daniel Ghali von TD Securities warnt: „Gold’s Rally ist eine Frage des Vertrauens. Aktuell ist es gebogen, aber nicht gebrochen.“

Zentralbanken als Stütze

Zentralbanken bleiben zuverlässige Käufer: Polen plant 150 Tonnen mehr Gold, Bolivien nimmt Käufe wieder auf. Experten prognostizieren für 2026 rund 900 Tonnen Nachfrage – doppelt so viel wie der historische Durchschnitt.

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Bullishe Prognosen für 2026

Führende Institute sind optimistisch: Goldman Sachs sieht 4.900 Dollar bis Jahresende, JP Morgan bis 5.000 Dollar (langfristig 6.000), Morgan Stanley 4.800 Dollar. Société Générale und UBS rechnen ebenfalls mit etwa 5.000 Dollar, der World Gold Council mit 5 bis 15 Prozent Steigerung – bei expansiven Szenarien bis 30 Prozent.

Silber im Aufwind

Silber legte 2025 um 140 Prozent zu und erreichte 95,89 Dollar. ANZ-Analysten sehen Potenzial für dreistellige Preise 2026, warnen aber vor Volatilität und Korrekturen.

Die anhaltenden geopolitischen Risiken, Zentralbankkäufe und Diversifizierung der Nachfrage aus Schwellenländern wie China und Indien deuten auf weiteres Potenzial hin – 5.000 Dollar rückt greifbar nahe.

Redaktion
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